Rassebild

 

Punkte

  Pferdezucht bedeutet, Tiere zu züchten, die in verschiedener Weise für Mensch und Natur dienlich und nützlich sind. Ziel ist es, eine körperlich und geistig gesunde Nachzucht heranzuziehen, die uns auch im Laufe ihres Lebens erfreut.

Neben den rassespezifischen Merkmalen sind Knabstrupper und Appaloosas Rassen, bei denen auch noch eine bunte Fellzeichnung erwünscht ist. Beide Rassen, obwohl ursprünglich in verschiedenen Gegenden der Welt zuhause, liegt nach heutigem Wissensstand das gleiche genetische Farbvererbungsmuster zu Grunde.

Hier nun kurze Rasseportraits:

KNABSTRUPPER,

  ist eine dänische Pferderasse. Während der napoleonischen Zeit wurde sie durch von Spanien importierte Pferde „veredelt“, und die Tiere für Lektionen der Hohen Schule am dänischen Königshof ausgebildet.

Knabstrupper

Das bekannteste Pferd dieser Rasse dürfte wohl der Kleine Onkel sein, Pippi Langstrumpfs Pferd. Mittlerweile haben die Knabstrupper ihren Siegeszug durch Mitteleuropa begonnen. In Deutschland werden z.Zt. drei Zuchtrichtungen verfolgt:

- der barocke Typ
- der moderne Warmbluttyp/Sportpferdetyp
- das Knabstrupperpony

APPALOOSAS,

  kommen ursprünglich aus den USA, speziell aus dem Nordwesten mit den Staaten Washington, Oregon, Idaho, Montana. Nachdem das Urpferd in Amerika ausgestorben war, haben erst die spanischen Eroberer wieder Pferde mitgebracht. Im Laufe der Zeit erschien das Pferd auch bei den Indianern der Nordwestregion.

Meggy und co.Um 1805 bei der ersten US-amerikanischen Durchquerung des Kontinents wurden die bunten Pferde der Nez Perce Indianer erwähnt. Berühmt wurden sie allerdings erst über 70 Jahre später, als ein Teil dieses Stammes unter der Führung von Häuptling Joseph jr. versuchte, nach Kanada auszuwandern, und über Wochen erfolglos von verschiedenen Kontingenten der US-Armee verfolgt wurde. Erst kurz vor der kanadischen Grenze konnten sie gefasst und nach einer Niederlage in Verbannung geschickt werden.  

 

 

Meggy Damals wurden grosse Teile der Pferdeherde niedergeschossen, nur ein kleiner Teil überlebte als Arbeitspferde auf Ranches und Farmen. Appaloosas - a Palouse - Horse, nach den Palouse einem anderen Indianerstamm des Nordwestens – wurden erst im 20. Jahrhundert quasi wiederentdeckt und zur gezielten Zucht verwendet. Hierbei dürfen in USA registriert Quarterhorses, Vollblüter (Thoroughbreds) und Araber eingezüchtet werden. Neben allen Klassen der Westernreiterei werden Appaloosas vermehrt auch in der sogenannten Englischen Reitweise und zur Dressur eingesetzt.

 

 


Sowohl Knabstrupper als auch Appaloosas sind von Natur aus sehr menschenbezogen und familienfreundlich. Ihr cooler Charakter, Lernwilligkeit und Leistungsbereitschaft faszinieren immer mehr Menschen. Und mit ihrer bunten Fellzeichnung, keine wie die andere, bringen sie viel Leben in den einfarbigen Pferdealltag.